Geschrieben von
Tony Gregory
Regional Manager North America and Latam

Erfahren Sie, wie strukturierte Schulungen für Bediener und Instandhaltungspersonal die OEE verbessern, Stillstandszeiten reduzieren und den Return on Investment automatisierter Packaging-Linien und Systeme zur Leerflaschenförderung erhöhen.

Warum eine einmalige Schulung nicht ausreicht

Bei der Installation einer neuen Produktionslinie wird in der Regel ein strukturiertes Schulungsprogramm für Bediener und Instandhaltungspersonal durchgeführt. Das ist unverzichtbar – aber nur der Anfang. Mit der Zeit wird das Team mit der Anlage vertraut, tägliche Routinen entstehen, informelles Lernen zwischen Mitarbeitern nimmt zu und Prozesse verändern sich schleichend. Nach einigen Monaten zeigen sich häufig erste Ineffizienzen.

Regelmäßige Nachschulungen sind keine unnötigen Zusatzkosten, sondern eine strategische Investition zur Verbesserung der Gesamtanlageneffektivität (OEE). Gut geschulte Teams sorgen für höhere Anlagenverfügbarkeit, weniger Ausschuss und schnellere Formatwechsel.

Besonders bei komplexen Systemen wie einer kompletten Packaging-Linie mit Flaschenaufrichter, Füller-Verschließer, Etikettierer und zusätzlichen Fördersystemen ist Schulung entscheidend, um die Technologie vollständig auszuschöpfen. Ohne regelmäßige Auffrischungen geht Wissen verloren, wenn Mitarbeiter die Position wechseln oder das Unternehmen verlassen. Diese Wissenslücken wirken sich direkt auf Produktivität und ROI aus.

Schulungsmethodik für Bediener und Instandhaltung – was funktioniert

Erstausbildung und praxisnahe Inbetriebnahme

Bei der Inbetriebnahme einer neuen Linie sollten strukturierte Schulungen sowohl für Bediener als auch für die Instandhaltung durchgeführt werden.

Bediener lernen:

  • Maschinenfunktionen.
  • Formatwechselprozesse.
  • Qualitätskontrollen.

Das Instandhaltungsteam wird geschult in:

  • Präventiven Wartungsroutinen.
  • Fehlerdiagnose.
  • Ersatzteilmanagement.

Dies ist entscheidend für Branchen wie:

Nachschulung nach etwa 6 Monaten

Nach rund sechs Monaten hat das Team ausreichend Praxiserfahrung gesammelt und konkrete Fragen, Probleme oder eigene Arbeitsweisen entwickelt. Genau dann bietet eine gezielte „Refresher & Improvement“-Schulung den größten Mehrwert.

Dabei sollten analysiert werden:

  • Entwicklung der OEE.
  • Ursachen ungeplanter Stillstände.
  • Ausschuss und Produktverluste.
  • Verzögerungen bei Formatwechseln.

Ebenso sinnvoll ist eine detaillierte Frageliste für den Maschinenlieferanten, um mögliche Wissens- oder Schulungslücken zu identifizieren.

Beispielsweise können an einem Hochgeschwindigkeits-Flaschenaufrichter in einer Food-&-Beverage-Linie Staus auftreten, nachdem ein neuer Flaschenlieferant eingeführt wurde. Möglicherweise müssen die Sensoren des Flaschenaufrichters an die neue Flasche angepasst werden. Der Bediener sollte darin geschult werden, die Ursache zu erkennen und korrekt zu beheben.

Diese Nachschulung verwandelt reale Produktionsdaten in konkrete Verbesserungsmaßnahmen.

Kontinuierliche Nachverfolgung und Kompetenzmatrix

Es empfiehlt sich, genau zu dokumentieren, welche Mitarbeiter an welchen Maschinen geschult wurden:

  • Flaschenaufrichter.
  • Luftförderer.
  • Luftspüler.
  • Etc.

Eine Schulungsmatrix pro Mitarbeiter, Maschine und Schicht hilft dabei, jederzeit den Überblick zu behalten. Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen oder wechselt die Position, erkennt man sofort, bei welchen Maschinen geschultes Backup-Personal fehlt.

Auch Rückgänge der OEE oder steigende ungeplante Stillstände lassen sich häufig mit Schulungslücken in Verbindung bringen.

Schulungen bei Retrofit oder Upgrades

Wenn bestehende Anlagen modernisiert werden – beispielsweise durch eine neue Orientierstation oder ein PLC- bzw. Kamera-Upgrade an einem Flaschenaufrichter – müssen Bediener und Instandhaltungspersonal gezielt auf die neuen Funktionen geschult werden.

Selbst wenn das Team die Grundmaschine sehr gut kennt, bringt jedes Upgrade neue Fehlerquellen und Einstellprozesse mit sich. Ohne entsprechende Schulung können die erwarteten ROI-Vorteile des Upgrades schnell verloren gehen.

Reale Auswirkungen auf ROI und OEE

Die Zahlen sprechen für sich. Schulungen beeinflussen direkt versteckte Kosten wie:

  • Stillstandszeiten.
  • Ausschuss.
  • Qualitätsverluste.
  • Ineffiziente Formatwechsel.

Gut geschulte Teams erzielen:

  • Höhere Effizienz.
  • Weniger Stillstände.
  • Konstante Produktqualität.
  • Niedrigere Wartungskosten.
  • Maximierten ROI.

Bei der Berechnung des ROI einer automatisierten Packaging-Linie – beispielsweise mit einem rotativen Hochgeschwindigkeits-Flaschenaufrichter in der Chemie-, Pharma- oder Kosmetikindustrie – sollten Schulungskosten als Teil der Investition berücksichtigt werden, ebenso wie Einsparungen durch reduzierte Ausfallzeiten, geringeren Ausschuss und höhere Anlagenverfügbarkeit.

Wird die Schulung nur einmal durchgeführt und anschließend vernachlässigt, bleibt erhebliches Potenzial ungenutzt.

Aus Sicht der Instandhaltung ist ein solides präventives Wartungsprogramm nur mit korrekt geschultem Bedien- und Wartungspersonal möglich, um ungeplante Produktionsstopps zu vermeiden.

Schritte zur Umsetzung in Ihrem Werk

  1. Basiskennzahlen definieren.
    Direkt nach der Inbetriebnahme sollten Kennzahlen wie Formatwechselzeiten, Ausschussrate, Stillstandsminuten und OEE dokumentiert werden.
  2. Einen Schulungsplan erstellen.
    Erstausbildung → Nachschulung nach ca. 6 Monaten → jährliche Auffrischung → zusätzliche Schulungen nach Upgrades oder Personalwechseln.
  3. Eine Schulungsmatrix aufbauen.
    Maschinen, Mitarbeiter und Schulungsdaten miteinander verknüpfen und bei Rollenwechseln oder Austritten aktualisieren.
  4. Schulung mit KPIs verknüpfen.
    Sinkt die OEE oder steigen Stillstände am Flaschenausrichter oder Flaschenaufrichter, sollte überprüft werden, ob neue Mitarbeiter an Auffrischungsschulungen teilgenommen haben.
  5. Schulungen als ROI-Verstärker betrachten.
    Schulungen sind kein Kostenfaktor, sondern ein integraler Bestandteil der Investition in eine automatisierte Packaging-Linie.

Fazit: Schulung als tragende Säule leistungsstarker Aufrichttechnologie

Ob Sie einen Hochgeschwindigkeits-Flaschenaufrichter in einer Food-&-Beverage-Linie oder einen Roboter-Flaschenaufrichter in einer Beauty-&-Personal-Care-Anlage betreiben – Ihr ROI hängt direkt von den Fähigkeiten Ihres Teams ab.

Bei POSIMAT haben wir festgestellt, dass strukturierte und regelmäßige Schulungen in Kombination mit einer konsequenten Wissensdokumentation dazu beitragen:

  • Die Lebensdauer der Maschinen zu verlängern.
  • Produktions-KPIs zu sichern.
  • Die Investition in Packaging-Automatisierung nachhaltig zu schützen.

Schulung ist keine Ausgabe. Sie ist eine Absicherung gegen Stillstände und ein zentraler Hebel zur Verbesserung der OEE.

Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde vom Posimat-Team intern verfasst. Bilder und sprachliche Überarbeitung des Inhalts wurden mithilfe von KI-Tools optimiert.